Nach nur zehnmonatiger
Bauzeit wurde das neue Feuerwehrgerätehaus
eingeweiht.
Bei diesem Bauvorhaben, so Bürgermeister Gerhard
Klier, ging die Gemeinde Pentling einen neuen
Weg und finanzierte den Neubau zu 100 Prozent. Die Planung und Bauleitung
lag in den Händen von Norbert Niedenzu als gemeindlicher Ingenieur.
Wie der Bürgermeister ausführte, lag die Kostenschätzung
für den Bau bei 350.000 Mark. Durch die enorme Mithilfe der Mattinger
Feuerwehr und des gemeindlichen Bauhofs konnte die Summe mit einem Gesamtaufwand
von 280 000 Mark weit unterschritten werden. Es sei nach dem Motto
verfahren worden: „Hilf dir selbst, dann wird dir der Himmel helfen".
Durch den Verzicht auf staatliche Fördermittel seien zwar 100 000
Mark verloren, aber das Gerätehaus stehe und bleibe kein Wunschtraum.
Kommandant Wolfgang Heigl dankte allen Helfern, die die 3500 Stunden
Eigenleistung erbrachten. „Ob mancher nur fünf oder einige
400 Stunden gearbeitet haben, letztlich haben wir Mattinger unser
Gerätehaus selbst gebaut. Nicht nur heute sind fast alle Mitglieder
der Wehr anwesend, auch beim Bau waren sie es. Die Gerätschaften waren
zwischenzeitlich im Pfarrerstadl untergebracht und der Bau wurde unfallfrei
zu Ende geführt.
Heute, nach zehn Monaten, ziehen wir in das neue Heim, nachdem wir unser
altes am 7. Juli abgebrochen haben."
Dipl.-Ing. Perrey betonte, die Kirche und das Feuerwehrhaus gehören
in die Dorfmitte und nicht an den Rand und der stellvertretender Landrat
Hans Schuster lobte das Gemeinwesen der Bürger des Donaudorfes: „Jeder
hilft jedem und alle zusammen erstellen ein gemeindliches Gebäude." Kreisbrandrat
Waldemar Knott sprach von einem neuen Mittelpunkt der Mattinger. Es
sei keine Resignation zu spüren gewesen, als die Geldmittel der
Kommune weniger wurden, sondern ein noch stärkeres „Wir-Gefühl".
Pfarrer Wilhelm Bunz erteilte dem Neubau den kirchlichen Segen und
verwies auf das gemalte Bildnis des heiligen Florian auf der Außenmauer.
Neben den sechs weiteren Wehren der Gemeinde waren auch die anderen
drei Ortsvereine vertreten. Musikalisch wurde die Feier von
den Hanslberger Musikanten umrahmt und endete mit der Bayernhymne.
|
Eine Dorfsanierung gäbe es im Mattinger Ort,
das
konnte man hören, mal hier und mal dort.
In der Gemeinde kam man
mit der Neuigkeit heraus,
dazu gehörte ein neues Feuerwehrgerätehaus.
Das "Alte" schon lange nicht mehr den Vorschriften entspräche,
nur die Regierung keine Zuschüsse hergäbe.
Der Bürgermeister die Zusagen seiner Mattinger Bürger vertraut,
das Feuerwehrhaus wird mit Eigenleistung gebaut.
Vom Gemeinderat gab
es grünes Licht,
es lag nichts mehr im Wege aus deren Sicht.
Es
wurde geplant und keine Zeit versäumt,
das Feuerwehrauto samt Zubehör, alles in den Pfarrstadl geräumt.
Der neue Hausherr unser Herr Pfarrer uns Unterschlupf gab,
ohne zu zögern,
es gilt Ihm unser herzlicher Dank.
Das alte Feuerwehrhaus wurde am 7.
Juli abgerissen, oh Graus.
Gar mancher schaute mit Wehmut darauf.
Bei Sitzungen wurde diskutiert und besprochen und das nicht wenig,
es
gab dies und jenes zu tun und zu besorgen, alles war sehr zeitaufwendig
.
Bei den Grundmauern viel Kopfschütteln und Zweifel kamen hoch,
sollte
das so richtig sein? Oder stimmte es doch?
Der Ingenieur lag manchem
im Magen,
es gab Probleme, daß kann man ruhig mal sagen.
Es kamen viele freiwillige Helfer die mit viel Ausdauer und Fleiß,
das neue Haus in 10 Monaten errichteten, mit viel Schweiß.
Die
Arbeiter vom Gemeindebauhof halfen tüchtig mit,
damit die Arbeit
ging voran, Schritt für Schritt.
Um das leibliche Wohl hat man sich
auch gekümmert und gesorgt,
bei Brotzeit und Mittagessen ein wenig
von den Strapazen erholt.
Man hörte auch, daß es keine "trockene" Baustelle
war,
edle Spender kamen vorbei auch hie und da.
Auf dem neuen Haus wollte man das Gemälde vom hl. Florian,
dies
den Feuerwehrlern nur mit sturrem Einsatz gelang.
Zum Schluß doch
noch viel Hektik entstand,
wo bleibt der Schreiner? Auch die Gaderobe noch nicht stand.
Die Feuerwehrdamen
rückten nun mit Putzlappen und Eimern an,
alles wurde sauber geputzt,
zuletzt noch die Vorhänge dran.
Auch Firmen spendeten etwas für
unser Haus,
denen gilt unser Dank, das sagen wir frei heraus.
Wir wollen
unserm Herrgott loben und danken auf alle Fälle,
er hielt seine
Hand schützend über diese Baustelle.
Der 16. Mai das Fest der
Einweihung des Gerätehauses war da,
wir blicken mit Stolz auf dieses
gelungene Objekt, ist doch klar.
Nach dem Gottesdienst unser Herr Pfarrer
die Segnung würdig gestaltete,
worauf bei den Ansprachen mit viel
Lob und Dank die Prominenz vom Pult aus waltete.
Vor allem wurde vergessen
zu bekennen,
wir ein modernes Feuerwehrhaus
unser Eigen nennen.
Bei Sirenenalarm geht automatisch die Tür auf
und das Licht an,
daß die Feuerwehrkameraden schnell kommen voran.
Ganz klar wäre hier noch einmal zu erwähnen,
ohne die vielen fleißigen Helfern mit etwa 3500 Stunden wir hier
nicht wären.
Wir stehen hier vor unserem Feuerwehrhaus mit Stolz und Ehr und denken
an das Motto: |